Montag, 29. Dezember 2014

Das Washington Dekret - Jussi Adler Olsen

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.01.2013
Verlag : dtv
ISBN: 9783423280051
784 Seiten
Zu kaufen: Hier


Leider enttäuschend, zwischendurch sehr zäh


In "Das Washington Dekret" versucht sich Jussi Adler Olsen an einem Politthriller. Bruce Jansen, amerikanischer Präsident, wird gleich mehrfach Opfer von Gewaltanschlägen. Mit einem Law-and-order-Programm versetzt er das gesamte Land in einen Ausnahmezustand. Er setzt die Verfassung außer Kraft, enteignet Privatpersonen von ihren Waffen und bringt Presse- und Meinungsfreiheit quasi ganz zum Erliegen. Doggie Rogers, bereits seit Kindestagen mit dem Präsidenten bekannt und Mitarbeitern im Weißen Haus, ist einige von wenigen, die sich gegen das Washington Dekret zu Wehr setzt. Für sie und ihre Helfer,
darunter weitere Mitarbeiter im Weißen Haus, alte Bekannte und Mitarbeiter der Presse, wird es lebensgefährlich. Gleichzeitig kämpft Doggie um das Leben ihres Vaters, der angeklagt ist, an einem der Attentate auf den Präsidenten beteiligt gewesen zu sein. Kann jemand den Präsidenten stoppen oder ist er gar selbst Teil einer Intrige?

Ich bin sehr zwigespalten, was das Buch angeht. Den Anfang fand ich sehr interessant. Er beschreibt den Wahlkampf von Bruce Jansen, wie er langsam zur Macht kommt und wie die Protagonisten des Buches mit ihm in Verbindung stehen. Auch das Attentat auf ihn, bei dem seine Frau ums Leben kommt, ist sehr spannend. Die Frage nach dem Wer und Warum bleibt lange offen und es bleibt viel Platz zu Spekulationen. Danach folgen locker 200 Seiten, die einfach nur anstrengend sind. Hier geht es vor allem um die allmähliche Radikalisierung des Volkes und wie immer mehr neue Gesetze in Kraft treten oder ausgehebelt werden. Dass dies zum Teil sehr ungläubig erscheint, liegt vermutlich am Thema selbst. Leider ist es wirklich mühsam sich dadurch zu lesen. Auch wenn hier genügend passiert, hat es mich doch sehr gelangweilt, sodass ich meist nach wenigen Seiten das Buch wieder weggelegt habe.

Als sich endlich Widerstand regt wird die Story prompt besser. Den letzten Teil habe ich dann in einem Rutsch durchgelesen. Es passiert soviel, dass man kaum Zeit zum Durchatmen hat. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich Anfang und Ende des Buche gut finde, das Buch zwischendruch aber auch einen richtigen Durchhänger hat. Ich bleibe lieber bei den Carl Moerck Fällen, die lese ich von Jussi Adler Ohlsen lieber. 3 Sterne für seinen Politthriller mit einem schwachen Mittelteil.


Kommentare:

  1. Hallo!
    Ich habe dich für den Liebster Award nominiert!
    LG
    Lisa
    traeumenvonbuechern.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Lisa,

    Vielen Dank für die Nominierung, habe ich erledigt :-)

    LG Ayleen

    AntwortenLöschen