Freitag, 4. Dezember 2015

Mein Icarus-Reader vs. meinen Tolino // Geschenkidee?

Wie einige vielleicht in meinem Messebericht zur FBM gelesen haben, habe ich bei einem tollen Gewinnspiel vom Dotbooks Verlag und Aufbau Verlag einen Icarus Reader gewonnen! Icarus, mag man sich fragen? Mir sagte der Name zuerst auch nichts und darum möchte ich heute meine Erfahrungen mit euch teilen und diesen Reader mit meinem Tolino Readers vergleichen.

Mein Bericht ist ganz subjektiv. Wer einen technisschen, qualifizierten Bericht braucht, muss auf einen der vielen Berichte aus dem Internet zurückgreifen ;-) Ich möchte einfach meinen persönlichen Eindruck widergeben. Da ich keinen Kindle habe, beziehe ich ihn nicht in meinen Vergleich mit ein. Dass Kindle Reader mindestens genauso gut sind, will ich hiermit nicht bestreiten!


Mein Leseverhalten

Vielleicht sollte ich ein paar Worte zu meinem Leseverhalten geben: Ich bin leidenschaftlicher Printleser, weil ich es einfach mag, ein Buch in den Händen zu halten. Nichtdestotrotz besitze ich seit einem halben Jahr einen Tolino, weil ich mich vor Ebooks nicht versprerren wollte. Mittlerweile mag ich auch Ebooks (sie haben ja ihre Vorteile!), obwohl 80% weiterhin Printexemplare sind. Ich habe jetzt einige E-Books auf meinem Tolino und meinem neuen Icarus gelesen. Beide Reader haben im Vergleich zum anderen Gerät einige Vor-und Nachteile.

Gemeinsamkeiten

Beide Reader können die offenen Formate wie epub und pdf lesen. Man ist also sehr frei in seinem Leseverhalten. Beide haben ein beleuchtetes Display, welches ich vor allem bei Dämmerlicht oder im Bett verwende. Einen Reader ohne Licht würde ich nicht mehr nehmen, aber eigentlich alle neueren Versionen an Ebook-Readern bieten mittlerweile ein beleuchtetes Display an. Der Speicherplatz beider Reader lässt sich mit einer SD-Karte erweitern.



Die Unterschiede

Betriebssystem:

Der Icarus-Reader ist der erste Reader beruhend auf Android. Ja, ihr habt richtig gelesen. Damit können alle Leseapps einfach mit dem Reader kombiniert werden. Wer solche nutzt, für den ist der Icarus-Reader etwas. Beispielsweise die Skoobe-App, die auf meinem Reader vorinstalliert war. Für kleines Geld können hier E-books praktisch unbegrenzt gelesen werden. Ich hatte leider noch nicht die Zeit, die App zu nutzen, aber ich kenne etliche, die diese App auf ihrem Handy oder Tablett haben. Mit dem Icarus Reader ist solch ein 2. Gerät nicht mehr nötig. Vor allem empfinde ich das Lesen auf Smartphones auch nicht als so angenehm. Auch das Lesen von Kindledatein ohne verheriges Konvertieren ist so mit der Kindle-App möglich. Einziger Kritikpunkt ist, dass es keine direkte Verbindung zum Google Play Store gibt. Da es immer mehr Leseapps gibt, ist der Icarus den meisten anderen Readern einen Schritt voraus. Durch das Android-Betriebssystem erscheint mir der Reader mitunter etwas schneller, kommt aber auch manchmal an siene Grenzen.

Akkuleistung:

Schnelligkeit bzw. ein modernes Betriebssystem kosten natürlich Akku. Während mein Tolino meist über diverse Wochen hält, ist die Laufzeit des Icarus ca. nur halb so lang. Meist verlangt dieser sogar schon nach wenigen Tagen eine Aufladung, obwohl er sich meiste Zeit im Standby-Modus befindet. Natürlich reicht die Lesezeit allemal, aber die Laufzeit des Tolino ist wesentlich länger.

Bildschirm:

Beide Reader haben wie bereits erwähnt ein beleuchtetes Display, jedoch ist meiner Meinung nach das Display des Icarus-Readers weniger gleichmäßig gut ausgeleuchtet als beim Tolino (unten am Rand ergeben sich minimal dunklere Flecken). Auffällig ist, dass beim Icarus-Reader die Seiten häufiger manuell neu ausgerichtet werden müssen, weil die Schrift schnell ungleichmäßig wird und die alten Bildpunkte viel schneller durchscheinen.

Haptik:

Ich liebe meinen Tolino von der Haptik. Ich mag seine runden Ecken und die weiche Rückseite. Der Tolino ist auch um einiges leichter als der Icarus. Der Punkt geht also defintiv an den Tolino. Am besten haltet ihr beide Reader mal in der Hand, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Der Icarus liegt gut in der Hand, aber er ist definitv kein Leichtgewicht.

Bedienung / Lesen:

Der Icarus Reader besitzt zusätzliche Tasten zum Vor- und Zurückblättern. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Tasten so sehr schätzen würde. Das tolle ist, dass die Tasten links und rechts angebracht sind (was vielleicht auf dem ersten Blick nicht so schön erscheint), aber so ist einhändiges Lesen auch mit links super komfortabel. Durch das Wechseln der Hände empfinde ich das Gewicht beim Lesen auch nicht mehr als so schwer.
Ansonsten macht das Lesen natürlich mit beiden Readern Spaß. Während der Tolino unten auch angibt, wie viele Seiten es noch bis zum Ende des Kapitels sind (diese Funktion finde ich so gut!), zeigt der Icarus den Lesefortschritt immerhin als Balken an.

Preis:

Auf der Icarus Seite kostet der Reader 119,95€. Ich denke, dass ist ein völlig fairer Preis. Der Preis ist bei Amazon -weshalb auch immer- etwas teurer und soweit ich sehen kann nicht als Scoobe-Edition. Zur Produktseite gelangt ihr hier. Mein Tolino Shine kostet mittlerweile weniger als 100 €. Für ca. 25 € gibt es sonst auch den Nachfolger Tolino shine 2 HD mit schärferem Display. Wer von beiden Readern nicht überzeugt ist, kann auf den Kindle Paperwhite zurückgreifen. Hier gibt es auch gerade tolle Rabatt-Angebote.

Mein perfekter Reader? 

Von außen ein Tolino, ebenso der Bildschirm und die Laufzeit des Tolinos. Kombiniert wird dieser mit den Tasten und einem optimierten Android-Systems des Icarus-Readers... Jetzt wisst ihr Bescheid :-D Wie ihr seht, kann ich mich nicht wirklich entscheiden. Beide Reader haben ihre Vor- und Nachteile. Am besten mal beide zur Hand nehmen  únd ein paar Seiten lesen.


Liebe Grüße,
Ayleen

Kommentare:

  1. Hallöchen Ayleen,

    ich bin wirklich sehr froh, dass du hier mal über deine Erfahrungen berichtest! Ich habe mich vor einiger Zeit auch zu einem E-Reader hinreißen lassen und hab mich damals für den Tolino Vision entschieden. Er ist eine wunderbare Ergänzung zu meinen Printbüchern und ich möchte ihn einfach nicht mehr missen.
    Was mich schon immer gestört hat, ist, dass einen die unterschiedlichen Reader-Anbieter so einschränken. So kann ich theoretisch Amazon-E-Books nicht auf meinem Tolino lesen, außer ich fange wie wild an, die Formate zu konverteiren. Das Thema Kopierschutz finde ich in dem Zusammenhang auch sehr anstrengend.
    Ich habe auch überhaupt keine Lust meine E-Books auf dem PC, Handy oder Tablet zu lesen, weil es mit dem Reader einfach viel angenehmer ist.
    Stünde ich jetzt gerade vor der Kaufentscheidung, würde ich den Icarus vorziehen, weil er einfach viele dieser mich nervenden Nachteile ausgleicht.

    Jetzt musst du aber auf jeden Fall noch die Skoobe-App testen. =)

    LG
    Anja

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    1. Hallo Anja,

      vielen Dank für dein ausführliches Feedback! Das Problem, was du berichtest, kriegt der Icarus wirklich sehr gut hin. Alle Formate ohne großes Hin- und Her lesen zu können, ist wirklich revolutionär und praktisch. Deswegen wollte ich auch einfach mal darüber berichten. Ich lese gerade noch einige Printbücher von meinem SUB, danach wollte ich mich der Skoobe-App widmen :-)

      LG Ayleen

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