Freitag, 17. März 2017

Minus 18° - Stefan Ahnhem



Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.01.2017
Verlag : List Verlag
ISBN: 9783471351246
560 Seiten


Für mich ein toller skandinavischer Autor, aber etwas überladen an Themen


In Helsingborg wird ein Auto aus dem Hafenbecken gezogen. Das Mysteriöse: Der Fahrer ist schon längere Zeit tot, soll aber erst vor einer Woche gesehen worden sein. Fabian Risk nimmt sich der Aufklärung an, aber lange herrscht Uneinigkeit, selbst bei seinem so zuverlässigen Pathologen. Mit Glück gelangt die schwedische Polizei auf eine Spur, es wird aber nicht bei dem einen Opfer bleiben...


Für gute skandinavische Literatur ist Stefan Ahnhem für mich ein Garant. Bisher konnte er mich schon mit Band 1 und 2 der Fabian Risk Reihe fesseln. Wie auch schon aus den vorherigen Teilen bekannt, gibt es nicht nur unbedingt einen Fall. Während Risk in Schweden ermittelt, hat seine Bekannte Dunja Hougaard ihren ganz eigenen Fall in Dänemark, bei dem es um Gewalt aus bloßer Freude geht. Die Ermittlungen in Schweden werfen viele interessante Fragen auf, die erst nach und nach beantwortet werden.

Der Schreibstil ist äußerst flüssig und bringt das nötige Maß an Spannung. Die Kapitel sind sehr kurz, aber überzeugen durch gut platzierte Cliffhanger. Die vorherigen Bände sollte man dringend gelesen haben. Es tauchen viele alte Bekannte auf. Wenn man hier neu anfängt, dann verliert man schnell den Überblick und Faden, aber es sollte ja nicht schlimm sein, die Vorgänger auch zu lesen ;-)

Einziges Manko diesen Teils ist die Überladenheit an Themen: Der Fall selbst füllt eigentlich schon ein ganzes Buch, dann gibt es den Gewaltpart aus Dänemark und Fabians private Probleme werden auf die Spitze getrieben! Weniger wäre hier wirklich mehr gewesen. Trotz dieser Kritik hinterlässt das Buch doch so viel Potential, dass man gerne weiterlesen möchte. Ich vergebe 4 Sterne!


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